Ich dachte, ich mach mal mit bei Miriam`s "Fundstück der Woche"
Es geht um diese "Schatzkiste"
Voll bepackt mit Erinnerungen!!!
Nicht meine Erinnerungen, aber Teil meiner "Geschichte"
UND ganz sicherlich
Erinnerungen
und Teil der "Geschichte" meiner beiden Söhne,
die die Gene der Menschen, die diese Dinge einst besassen, in sich tragen.
Ich hab es deshalb unter "Fundstück der Woche" geordnet, weil ich sie auf der Suche nach alten Fotos,
vor 3 Tagen seit langem wieder öffnete und wieder "in ihr gefangen" blieb.
Ganz unten befindet sich alte Feldpost.
Korrespondez zwischen der Grossmutter, dem Grossvater, der Urgrossmutter und des Urgrossvaters
meines Exmannes, während des 2. Weltkrieges.
Besonders tiefgreifend finde ich den liebevollen Briefwechsel, meiner Schwiegermutter mit ihrem Vater.
Die Briefe in besonders höflicher und liebevollerweise mit "Mein liebes Herminchen" und
enden mit den hoffnungsvollen Worten: " Auf ein hoffentliches baldiges Wiedersehen, Dein Vater"
Dies nach so langer Zeit zu lesen mit dem Wissen, dass der Vater sein geliebtes Herminchen ( meine Schwiegermutter) nie wieder sah,
rührt mich immer wieder zu Tränen.
Weiters sind in der Kiste alte Schulbücher, Hefte und Mappen, wie diese hier...
Alte Postkarten und Ansichtskarten, Gebetsbildchen, Fotos..
Bücher, Kalender...
Alte Zeitschriften wie "Das Blatt der Hausfrau" und "Wochen Blätter"..
Und natürlich gibt es auch eine Geschichte zu der "Schatztruhe".
Mein persönlicher "Teil der Geschichte aus der Truhe" beginnt hier:
Das sind alte Aufzeichnungen, Fassungsbücher, Statuten.
Die gute altes Buchhaltung eines Wirtshauses mit Trafik, das über 400 Jahre Bestand hatte.
23 Jahre, also die Hälfte meines Lebens wohnte ich durch die Heirat meines Exmannes in diesem Wirtshaus,das in der Zwischenzeit sehr gross wurde und 1972 durch den Zubau einer Diskothek zur Grossgastronomie mutierte.
Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, die Tradition der altehrwürdigen "Hobltenne" weiterzuführen und
aufrecht zu erhalten.
Hobltenne, "mein Sorgenkind" für das ich gelebt habe
und wahrscheinlich auch gestorben wäre, wenn mir nicht vorher ein
Bärbel Mohr Wünschebuch geschenkt worden wäre :-)
..aber die ganze Geschichte möchte ich Euch ersparen, die würde zu lange dauern.
Fakt ist, dass ich die Truhe gerettet habe, nachdem sie von einem Händler auf "Wertvolles" durchwühlt und dessen erleichtert wurde
und der Rest als "Wertlos" empfunden wurde und entsorgt worden wäre...
..und noch was
die Hobltenne gibt es seit 2011 nicht mehr..geplättet vom neuen Besitzer, einem grossen Bauträger
...Ashes to Ashes: 400 Jahre Geschichte eingstampft in Grund und Boden :-(
Aber alles ist vergänglich...
besonders in diesen Zeiten, in der "Wert", definiert durch "schwarze Zahlen",
Rentabilität und unaufhaltsamen Fortschritt zum Opfer fallen.
Und die Geschichte vom "IN ERFÜLLUNG GEGANGENEM WUNSCH"
erzähl ich Euch ein ander Mal!!!!
Alles ist gut!
Liebe Grüsse Eure Sandy




















































